HIPPY – Ein erfolgreiches Instrument für die Integration von Kindern und Eltern

7. Juli 2021
„Es gibt kaum was wichtigeres für die Gesellschaft als unsere Kinder!“, sagte Stefan Kaineder, Landesrat für Klimaschutz, Umwelt, KonsumentInnenschutz und Integration bei der feierlichen Urkundenverleihung an die Programm-Teilnehmerinnen des Projektes HIPPY.

 Foto: LR Stefan Kaineder und Krystina Omar (HIPPY-Teilnehmerin) mit ihren Kindern

Das HIPPY-Projekt (Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters) von migrare – Zentrum für MigrantInnen OÖ ist ein Programm mit aufsuchendem Charakter, das sich bildungsunerfahrenen und sozial benachteiligten migrantischen Müttern bzw. Familien mit Kindern im Alter zwischen drei und sieben Jahren widmet. Durch die Stärkung ihrer eigenen Erziehungs- und Bildungskompetenzen sind die Mütter nicht nur innerfamiliär noch mehr eine Stütze für ihre Familien, auch ihre persönliche Integration in die Gesellschaft wird erfolgreich vorangetrieben: Die Zusammenarbeit mit Bildungs- und Betreuungseinrichtungen verbessert sich und die Bildungs- und Berufsabläufe der Kinder werden auf diese Weise langfristig positiv beeinflusst. Auch die Pandemie machte sichtbar, wie groß der Bedarf einer intensiven und kompetenten Unterstützung in Bildungsfragen ist.

Drei qualifizierte Hausbesucherinnen erarbeiten gemeinsam mit den Müttern standardisierte Materialien, die aus diversen altersgerechten Übungen und Spielen bestehen. Die Mütter führen in weiterer Folge diese Übungen selbst mit den eigenen Kindern durch und reflektieren es anschließend mit den Hausbesucherinnen. Zusätzlich zu den Hausbesuchen werden auch Gruppentreffen und Exkursionen organisiert. Die Mütter vernetzen sich, lernen die Angebote der Gemeinde kennen und erfahren mehr über die Kultur ihrer neuen Heimat. Unter Anleitung machen sie sich mit diversen Systemen vertraut, z.B. mit dem Bildungs- oder Gesundheitssystem, aber auch mit den Möglichkeiten im Erwachsenenbildungsbereich.

Am Ende des Schuljahres bekommen die Programm-Teilnehmerinnen eine Urkunde als eine symbolische Geste der Ehrung für ihre Arbeit und ihr Engagement. Bei der diesjährigen Verleihung im kleinen Rahmen erhielten vier Mütter die Urkunden von Landesrat Stefan Kaineder. Sie stehen stellvertretend für 56 Familien, die an HIPPY 2021 teilgenommen haben.